Veranstaltungen & Vorträge

Das Canstein Bibelzentrum als Arbeitsstelle des Mitteldeutschen Bibelwerkes trägt seinen Namen in Anlehnung an den Gründer und Namensgeber der weltweit ältesten Bibelanstalt in den Franckeschen Stiftungen, Carl Hildebrand Freiherr von Canstein (1667-1719).

Hier finden Sie die aktuellen Termine unserer öffentlichen Vorträge, Veranstaltungen und Projekte.

 

 

30. Mai 2024 11:00 Uhr - 1. Juni 2024bis 18:00 Uhr

Erfurt, Trommsdorffstraße 26
Katholikentag Erfurt, Zentrum Bibel und Spiritualität, Edith-Stein-Schule, Altbau, 1. OG, Raum 205, Reglermauer

Respekt! Die Samaritaner*innen in der Bibel und heute

Pop‐up-Ausstellung des BIMU Bibelhaus ErlebnisMuseum Frankfurt. Eine der ältesten und kleinsten Religionsgemeinschaften der Welt ist in aller Munde: Rettungsdienste und Krankenhäuser tragen den Namen der "Samariter", international schützt "The Good Samaritan Law" Helfende vor Strafverfolgung. Doch wer sind die Samaritaner:innen? Das Ringen um Respekt und Anerkennung zu allen Zeiten hat sich nach neuesten Forschungserkenntnissen nicht nur in die ältesten Texte der Bibel eingeschrieben, sondern prägt das Handeln von Menschen bis heute. Der israelische Dokumentarfilmer Moshe Alafi (Jerusalem) hat einen eindrücklichen Kurzfilm gedreht: eine Prozession der samaritanischen Gemeinschaft auf ihrem seit alters her heiligen Berg Garizim bei der Stadt Nablus (Westbank), der in der Bibel erwähnt ist (Dtn 11,29). Das Video ist ebenso zu sehen wie Info‐Tafeln zum uralten samaritanischen heiligen Alphabet und zu den Samariter*innen im Neuen Testament. Der „barmherzige Samariter“ ist in neueren Zeiten zum Vorbild für die „Erste Hilfe“ geworden. Es gibt Gelegenheit, den eigenen Namen mit den Buchstaben des ältesten Alphabets der Menschheit zu legen. Das Verhältnis dieser Micro‐Gemeinschaft mit aktuell etwa 850 Personen zu Judentum, Christentum und Islam durch alle Zeiten lehrt uns Respekt vor dem anderen – mitten in der unruhigen Welt des Nahostkonfliktes. Die Ausstellung entstand 2022/2023 in Kooperation mit dem Yeshiva‐University‐Center-for‐Israel‐Studies (New York), dem Museum of the Bible (Washington D.C.) und der Carl‐von‐Ossietzky‐Universität (Oldenburg). In Kooperation mit dem Katholischen Bibelwerk, der Deutschen Bibelgesellschaft und dem Mitteldeutschen Bibelwerk
13. Juni 2024 19:00 Uhr bis 21:00 Uhr

Halle (Saale),
Franckesche Stiftungen, Pflanzgarten

Boi nirkod! Lass uns tanzen! III Ein Abend mit Klezmertänzen

Themenabend im Pflanzgarten. Tanzen macht glücklich. Und es ist nicht schwer, wenn der Rhythmus ansteckend ist und viele mitmachen. Wie und nach welcher Musik die Menschen zu biblischen Zeiten tanzten, wissen wir nicht genau. Aber sicher ist, dass es Musik und Tänze zu allen Zeiten gab. Bereits in dritter Auflage lädt der Abend dazu ein, mehr zu erfahren über biblische Bezüge zum Tanz, diesmal aber vor allem Klezmertänze unter der erfahrenen Anleitung von Simone Kluge und Rebecca Arndt und natürlich mit entsprechender Musik auszuprobieren. Und am Ende des Abends sollten dann wirklich alle glücklich sein! Für die Unkosten wird eine Spende von 5 Euro erbeten. In Kooperation mit den Franckeschen Stiftungen zu Halle
27. Juni 2024 19:00 Uhr bis 21:00 Uhr

Halle (Saale), Hansering 13

Auf den Spuren der Bibel durch Halle: Hansering – Ulrichskirche – Markt

Stationen auf dem Bibelwanderweg mit Pfarrer Sven Hanson. In der Innenstadt von Halle finden sich an etlichen Gebäuden und Denkmälern Bezüge zur Bibel. Auf einem kleinen Stadtspaziergang werden ausgewählte biblische Darstellungen und Bezüge im Kontext von biblischer Bedeutung und Stadtgeschichte erläutert. Treffpunkt: 18.45 Uhr Eingang Landgericht Hansering 13; 20 Uhr Andacht in der Moritzkirche und Ausklang im Kirchgarten. In Kooperation mit der Katholischen Akademie des Bistums Magdeburg
3. Juli 2024 19:00 Uhr bis 20:00 Uhr

Halle (Saale),
Franckesche Stiftungen, Haus 24

Meditation zum Abend: Bleibe bei uns; denn es will Abend werden

Meditation mit Pfarrerin Ulrike Wolter-Victor, Supervisorin und Entspannungstrainerin. In dieser Stunde am Mittwochabend lädt Pfarrerin Ulrike Wolter-Victor wieder dazu ein, Abstand vom Alltag zu bekommen, Impulse für mehr Gelassenheit und eigenes Vertrauen zu erfahren und durch Meditation zu Ruhe und neuer Kraft zu finden. Nach Stille und Meditation in der Georgenkapelle, verbunden mit geistlichen Worten und Musik, geht es in den Pflanzgarten für Übungen zu Lockerung und Entspannung sowie für ein Segensgebet zum Abschluss. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Das Angebot ist kostenlos.
10. August 2024 11:00 Uhr bis 16:00 Uhr

Bad Dürrenberg, Witzlebenweg 7a
Kurpark

Landesgartenschau Bad Dürrenberg: Gottes Wort im Blütenmeer. Das Mitteldeutsche Bibelwerk lädt ein!

Tagesprogramm auf der Landesgartenschau. Wir laden dazu ein, die Pflaumenbaumlaube als Oase der Besinnung, aber auch zum Aktivwerden zu entdecken. Andachten, die zum Nachdenken anregen, Gespräche über Gott und die Welt, Ideen und Impulse für unterwegs: So wird das Verweilen an diesem Ort zu einer bewussten Pause, die zugleich entspannt und anregt. Viele schöne Kleinigkeiten zum Mitnehmen ergänzen den Auftritt des Mitteldeutschen Bibelwerkes auf der Landesgartenschau.
17. August 2024 11:00 Uhr bis 16:00 Uhr

Bad Dürrenberg, Witzlebenweg 7a
Kurpark

Landesgartenschau Bad Dürrenberg: Gottes Wort im Blütenmeer. Das Mitteldeutsche Bibelwerk lädt ein!

Tagesprogramm auf der Landesgartenschau. Wir laden dazu ein, die Pflaumenbaumlaube als Oase der Besinnung, aber auch zum Aktivwerden zu entdecken. Andachten, die zum Nachdenken anregen, Gespräche über Gott und die Welt, Ideen und Impulse für unterwegs: So wird das Verweilen an diesem Ort zu einer bewussten Pause, die zugleich entspannt und anregt. Viele schöne Kleinigkeiten zum Mitnehmen ergänzen den Auftritt des Mitteldeutschen Bibelwerkes auf der Landesgartenschau.
22. August 2024 19:00 Uhr bis 21:00 Uhr

Halle (Saale),
Franckesche Stiftungen, Pflanzgarten

Von Linsensuppe und Hummusfladen. Ein Themenabend über Hülsenfrüchte

Themenabend im Pflanzgarten. Wer kennt nicht das Sprichwort „etwas für ein Linsengericht verscherbeln“? Das bezieht sich auf die biblische Geschichte von Jakob, der seinem hungrigen älteren Bruder Esau dessen Erstgeburtsrecht gegen einen Teller Linsensuppe abkauft. Und im bewegenden Gleichnis „Vom verlorenen Sohn“ begehrt der gescheiterte Sohn seinen Bauch zu füllen „mit den Schoten, die die Säue fraßen“, wie Martin Luther so schön übersetzt. Abgesehen von der Dramatik und Zielrichtung dieser Geschichten lässt sich da noch etwas anderes herauslesen: nämlich dass Hülsenfrüchte in biblischer Zeit eine wichtige Rolle für die Ernährung der Menschen spielten. Ihr Gehalt an pflanzlichem Eiweiß machte Linsen und Erbsen zu unersetzlichen wie günstigen Nahrungslieferanten – Fleisch war schlicht zu teuer. Und auch heute gibt es gute Gründe, wieder mehr auf diese pflanzlichen Energiewunder zu setzen. Viele gute Rezepte zaubern aus Hülsenfrüchten schmackhafte Gerichte. So soll es an dem Themenabend neben biblischen und heutigen Bezügen auch wieder die Möglichkeit der Verkostung geben. Kooperation von Dipl.-Biol. Cornelia Jäger (Pflanzgarten), Stiftungspfarrerin Gabriele Zander und Pfarrer Sven Hanson (Mitteldeutsches Bibelwerk)
19. September 2024 19:00 Uhr bis 21:00 Uhr

Halle (Saale),
Franckesche Stiftungen, Pflanzgarten

Süße Liebe – Liebe Süße. Ein Themenabend über den Honig II

Themenabend im Pflanzgarten. Die meisten Menschen lieben Honig: zum Frühstück aufs Brötchen, eingerührt in den Tee oder als Zutat für leckere Lebkuchen. Aber auch für Kosmetika und Pflegemittel wird Honig überaus geschätzt. Dass das schon zu biblischen Zeiten so war, zeigt nur den hohen Stellenwert des Honigs für das menschliche Wohlbefinden - herrliche Metaphern und Geschichten zeugen davon in der Bibel. Der Themenabend möchte Geschichten und Wissen rund um den Honig vermitteln. Zudem wird der Imker Max Baumann vor Ort spannende Einblicke in seine Arbeit geben, indem er den Honig des hauseigenen Bienenstocks der Franckeschen Stiftungen schleudert und zum Verkosten anbietet. Kooperation von Dipl.-Biol. Cornelia Jäger (Pflanzgarten), Stiftungspfarrerin Gabriele Zander, Pfarrer Sven Hanson (Mitteldeutsches Bibelwerk) sowie Imker Max Baumann (Kleinfolgenreich e.V. Schortewitz)
19. Oktober 2024 15:00 Uhr bis 18:00 Uhr

Halle (Saale),
Franckesche Stiftungen, Haus 52 (LeoLab)

Kreative Bibelarbeit: Bible Journaling

Workshop mit Dr. Claudia Langosch, Sprechwissenschaftlerin. Der Workshop zum Thema Bible Journaling lädt dazu ein, die Bibel einmal anders zu erkunden: als eine kreative Reise, welche die Freude am Bibellesen neu wecken soll. Das Journaling in der Bibel ermöglicht es, auf persönliche und bedeutungsvolle Weise tiefer in die biblischen Botschaften einzutauchen und sie auf eine Art zu reflektieren, die gleichermaßen inspiriert und ermutigt. Kunst und Glauben gehen bei der Entdeckung und Interpretation der Bibelverse eine kreative Verbindung ein. Zugleich werden Techniken und Tipps für die Gestaltung des eigenen Bible Journaling vermittelt. So entsteht ein Raum zur kreativen Entfaltung, der das Erlernen neuer Methoden ebenso beinhaltet wie den Austausch mit allen Teilnehmenden. Die Bibel wird erfrischend neu als persönliche Kraftquelle und Inspiration entdeckt. Anmeldung unter bibelwerk@ekmd.de
30. Oktober 2024 19:00 Uhr bis 21:00 Uhr

Halle (Saale),
Franckesche Stiftungen, Haus 26 (Englischer Saal)

Andersgläubige oder andere Gläubige? Wie interreligiöser Dialog geht

Vortrag & Gespräch mit Prof. Dr. Felix Körner (HU Berlin). Ringvorlesung DIE WELT DES ISLAM GESTERN UND HEUTE. Plötzlich bunt: Wir leben zusammen, wir arbeiten zusammen. Aber verstehen wir uns? Muslimische und christliche, jüdische und religiös noch ganz anders verwurzelte Menschen wollen nicht beim Nebeneinander stehenbleiben: tonlose Toleranz. Was weiterhilft, ist Interesse am anderen: voneinander lernen, aus kritischem Geist und lebendigem Glauben. So wird aus dem Zusammenleben ein Miteinander. Pater Körner steht als Islamwissenschaftler und katholischer Theologe täglich im Austausch mit jüdischen und muslimischen Menschen. Er sagt: »Der Religionsdialog hat seine Krise hinter sich.« Wie aber geht es weiter? In Kooperation mit der Katholischen Akademie des Bistums Magdeburg
2. November 2024 10:00 Uhr bis 13:30 Uhr

Halle (Saale),
Franckesche Stiftungen, Haus 26 (Englischer Saal)

Selassie – Saba – Salomo. Das Erbe der äthiopischen Christenheit

ÖKUMENISCHE CANSTEIN GESPRÄCHE mit Jun.-Prof. Dr. Stanislau Paulau (Halle) und Dr. Mirjam Bokhorst (Halle) sowie Almuth Schulz (Dresden/Halle) am Piano. Die legendäre Königin von Saba, die eindrückliche Taufgeschichte vom Kämmerer der Kandake, der geheimnisvolle Verbleib der Bundeslade oder der Sehnsuchtsort der jamaikanischen Rastafari - all das und noch mehr ist eng verbunden mit Äthiopien: einem Land, so bedeutsam und vielfältig in seiner Geschichte, so unverzichtbar und prägend für den jüdischen und christlichen Glauben. Drei Vortragsimpulse von Prof. Dr. Stanislau Paulau und Dr. Mirjam Bokhorst spannen einen Bogen vom äthiopischen Christentum über Besonderheiten des biblischen Kanons bis hin zu theologischen Deutungen in Geschichte und Gegenwart. Daran anknüpfende Gespräche zu aufgeworfenen Fragen sowie die musikalischen Interpretationen der Pianistin Almuth Schulz bieten spannende Einblicke und einen anregenden Austausch zum Erbe der äthiopischen Christenheit. Stanislau Paulau ist seit Oktober 2021 Inhaber des Lehrstuhls für Globale Christentumsgeschichte mit dem Schwerpunkt Orthodoxie an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg. Mirjam Bokhorst ist seit 2020 wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Altes Testament an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg. In Kooperation mit der Katholischen Akademie des Bistums Magdeburg. Anmeldung unter bibelwerk@ekmd.de
26. November 2024 19:00 Uhr bis 21:00 Uhr

Halle (Saale),
Franckesche Stiftungen, Haus 26 (Englischer Saal)

Gesellschaftliche Teilhabe von Muslim*innen in Deutschland

Vortrag und Gespräch mit Katrin Pfündel, BAMF Nürnberg. Ringvorlesung DIE WELT DES ISLAM GESTERN UND HEUTE. Das muslimische Leben in Deutschland ist in den letzten Jahren immer vielfältiger geworden. Dabei stellt sich die Frage, wie sich die gesellschaftliche Teilhabe gestaltet. Wie gut sind die Deutschsprachkenntnisse von muslimischen Religionsangehörigen, wie häufig sind Kontakte zu Personen ohne Migrationshintergrund, wie stark ist das Gefühl der Verbundenheit mit Deutschland und welche Rolle spielt die Religionszugehörigkeit bei diesen Aspekten der Integration? Für den Vortrag werden Daten der Studie "Muslimisches Leben in Deutschland 2020" analysiert, die vom Forschungszentrum des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge durchgeführt wurde. Im Rahmen der Studie wurden mehr als 4.500 Menschen mit Migrationshintergrund aus 23 muslimisch geprägten Herkunftsländern befragt. Katrin Pfündel ist Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Forschungszentrum Migration, Integration und Asyl Forschungsfeld II: Integration und gesellschaftlicher Zusammenhalt im Bundesamt für Migration und Flüchtlinge in Nürnberg. In Kooperation mit der Katholischen Akademie des Bistums Magdeburg